„Ich atme den Schatten, ich streichle mit meinen Fingern über rasiermesserscharfen Stahl und verschütte Tränen aus Gift. Dein plötzlicher, qualvoller Tod trägt meinen Namen.”
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Meuchelmörder

Assassine sind raffiniert und trickreich. Unbemerkt können sie sich im Schatten bewegen und auf diese Weise Hindernisse überwinden oder verheerende Überraschungsangriffe starten. Nur wenige ihrer Opfer überleben den ersten Angriff, jedoch nur, um kurze Zeit später an den Folgen tödlicher Gifte zu sterben.

Stärken

Assassine sind dazu ausgebildet, mit den Schatten zu verschmelzen, sich unbemerkt an Verteidigungsposten vorbeizuschleichen und gewaltige Überraschungsangriffe mit ihren in Gift getränkten Klingen auszuüben.

Schwächen

Assassine müssen ihre Ziele mit Vorsicht auswählen. Leicht können sie in eine gefährliche Lage geraten, wenn sie den geeignete Überraschungsmoment verpassen oder einen Feind angreifen, der gegen das Gift ihrer Klingen immun ist.

Geschichte

Der Zwerg Veseslav wuchs in den Schatten von Hammerhall auf, in dem Wissen, dass die Königin der Zwerge seine Mutter getötet hatte, und er wusste, dass sie eines Tages für ihre Tat mit dem Leben würde bezahlen müssen. Veseslavs Vater war König von Hammerhall, seine Mutter eine der hübschen Zofen der Königin. Die eifersüchtige Königin ließ die junge Frau ermorden, das Kind aber war inzwischen verschwunden.

Veseslav wurde von Bogdan, dem Bruder seiner Mutter, aufgenommen. Bogdan verdiente sich sein Brot damit, dem Leben anderer ein Ende zu bereiten. Er nahm seinen Neffen in die Lehre. Bald wurden Veseslavs Dolche schneller als die seine Onkels, seine heimlichen Schritte unmerkbarer und seine Gifte ätzender. Der junge Zwerg erfand ein neues und besonders schreckliches Gift, dem er den Namen der Königin gab – Ursula.

Zu König Monimniers 60. Geburtstag veranstalteten die Zwerge ein großen Fest. Alle waren guter Dinge, bis plötzlich die Königin totenbleich wurde und unter wilden Zuckungen und mit Schaum vor dem Mund in sich zusammensank und mit dem Gesicht vornüber in die Suppe fiel. Reglos lag sie da, die Ursache für ihren Tot war ganz offensichtlich Gift.

Als die Elitewache von Monimnier ihn eilig in die königlichen Gemächer geleitete, fiel einer der Zwerge wie vom Blitz getroffen um. Aus dem Schatten löste sich eine Gestalt, die eine Klinge aus dem Rücken des Toten zog. Die Krieger eilten herbei, aber der Attentäter wich ihren Angriffen aus und verteilte mit seinem Schwert Hiebe, die stark blutende Wunden aufrissen, an denen sich sofort schreckliche Geschwüre und Eiterbeulen bildeten. Zielgerichtet wie ein Falke auf der Jagd erledigte er die Wachen mit Stößen in die lebenswichtigen Organe. Kurze Zeit darauf waren sie außer Gefecht gesetzt, übrig blieben nur der Mörder und der König.

„Ich erkenne mich selbst in deinem Gesicht“, sprach Monimnier. „Aber das ist unmöglich!”

„Und doch stehe ich hier vor dir", fauchte Vaseslav zurück. Als ihn endlich jemand fand, lag der König tot zwischen seinen Wächtern am Boden.

Veseslav erhob nie Anspruch auf die Krone von Hammerhall. Seine Hinterlassenschaft war eine Serie makelloser Attentate, die mit einem Gift verübt wurden, das ganz Telara nun unter dem Namen „Königin Ursula“ kennt.